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Hochwasserschutz Mindel Hochwasser ist ein Naturereignis, mit dem die Bewohner von Flusstälern immer wieder konfrontiert werden. Die Medien versorgen uns mit Nachrichten und Bildern von Hochwasserkatastrophen. Das Wissen über die Entstehung von Hochwasser, über historische Ereignisse und über Maßnahmen zum Hochwasserschutz hat sich in den letzten Jahren umfangreich weiterentwickelt. 1993, 1994 und 1995 gab es die großen Hochwasser am Rhein sowie 1997 die Oderflut. Im Mindeltal ahnte niemand, dass schon im Jahr darauf, Pfingsten 1999, eine der größten Fluten über den Süden Bayerns hereinbrechen würde und dass wiederum drei Jahre später, im August 2002, Teile Österreichs, Bayerns und vor allem das Elbe-Gebiet vom größten Hochwasser seit Jahrhunderten betroffen sein würden. Auch das Mindeltal blieb 2002 nicht vom Hochwasser verschont. Dem Landkreis Günzburg ist sehr an der Entwicklung seiner Gemeinden gelegen. So wurde auf Anregung des Landkreises Günzburg für die Hochwasser betroffenen Mindeltalgemeinden im Auftrag des damaligen Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen in den Jahren 2001 - 2002 ein Teilraumgutachten erstellt. Parallel zur Ausarbeitung des Teilraumgutachtens wurde für die Mindel im Landkreis Günzburg das Überschwemmungsgebiet eines 100-jährlichen Hochwassers ermittelt. Im Juni 2002 gab es während der Erstellung des Teilraumgutachtens ein Hochwasser an der Mindel mit erheblichen Überschwemmungen. Dies führte dazu, dass der Hochwasserschutz der Mindeltalgemeinden ein zentraler Punkt des Teilraumgutachtens wurde. Im Ergebnis des Teilraumgutachtens stellten die 14 von Hochwasser betroffenen Gemeinden beim damaligen Wasserwirtschaftsamt Krumbach einen gemeinsamen Antrag auf Hochwasserschutz. Im Dezember 2005 schlossen Balzhausen, Burgau, Burtenbach, Jettingen-Scheppach, Münsterhausen, Offingen, Thannhausen und Ursberg eine Rahmenvereinbarung (PDF, 418 KB) ab. Sie vereinbarten, das im Rahmen des Teilraumgutachtens erarbeitete überörtliche Hochwasserkonzept für das gesamte Mindeltal im Landkreis Günzburg solidarisch umzusetzen, die Lasten entsprechend dem Nutzen gerecht zu verteilen und einen Zweckverband zu gründen. In der Zwischenzeit verständigten sich die Gemeinden, die Gründung des Zweckverbandes zurückzustellen. Stattdessen wurde 2005 für das Erreichen der Ziele des Zweckverbandes eine „Zweckvereinbarung (PDF, 323 KB) zur Umsetzung der Rahmenvereinbarung vom 20. Dezember 2005 zur Realisierung der Mindeltalstudie“ beschlossen. Seither sind mehrere Jahre vergangen, in denen weiter an verschiedenen Möglichkeiten zum Hochwasserschutz mit gleichzeitigem Erhalt/Sicherung von Retentionsflächen gearbeitet wurde. Inzwischen wurde aus mehreren Varianten eine herausgearbeitet, die in die Tat umgesetzt werden soll. |
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